Bereits im dritten Jahr findet in einer Sendlinger Kirche eine gemeinsame Aktion von Sendlinger KünstlerInnen statt. Zuerst in St. Margaret, nun bereits zum zweiten Mal in der Kirche St. Korbinian am Gotzinger Platz.

Vor dem Hintergrund, dass Kunst und Glaube gerade in unsicheren Zeiten durchaus ein Lebensmittel darstellen, erhoffen wir uns eine neue Form des Dialogs zwischen St. Korbinian, den Besucher*innen und den Künstler*innen.  

 

 


2021 nehmen die STELLVERTRETER*INNEN in St. Korbinian Platz.

Noch immer gilt es aufgrund der Corona-Pandemie Abstand zu wahren – Plätze müssen freigehalten werden damit keine Berührung oder enges Nebeneinander entsteht. Gleichzeitig sind die Kirchen leerer geworden…

Ausgehend vom Bild leerer Kirchenbänke entwickelten sich die Gedanken und die Idee, die leeren Plätze und Reihen mit „Stellvertreter*innen“ zu füllen. Damit verfolgen sie auch einen Synergieeffekt: Freier Raum, der zu füllen ist, der für Künstler*innen eine Notwendigkeit ist, mit darstellender Kunst in die Gesellschaft zu wirken, dazu Schnittstellen zu schaffen. 

Nach dem Verständnis der Künstler*innen liegt die wirkliche Bedeutung von Kunst nicht darin, Luxus für Eliten oder Spekulationsobjekt für Anleger zu sein. Ihr Sinn liegt auch nicht darin, nur von Expert*innen analysiert zu werden. Im Gegenteil: Kunst gehört zum Leben. Sie ist für jeden da – sei es zum Genuss, zur Selbsterkenntnis oder zum Weltverständnis. Mit der ungewöhnlichen Aktion der STELLVERTRETER*INNEN fordern über 30 Künstler*innen von Kunst in Sendling e.V. dazu auf, sich der Bedeutung von Kunst zu stellen.

 

 

FilM: christophe schneider photographie 
implerstrasse 67a, 81371 münchen
www.christophe-schneider.de

 


 

Im Jahr 2020 war es das Thema SYSTEMRELEVANT?! welches die KünstlerInnen an- und umtrieb ein Statement zu zeigen und zu geben. Anlass war der Beginn der Corona-Pandemie und der Einteilung von Berufen und Unternehmen in systemrelevant – oder eben nicht.

Ist ein Künstler systemrelevant?

KUNST IN SENDLING forderte Künstler*innen auf, sich dieser Frage zu stellen und möchte die Diskussion über den Platz von Kunst und Kultur in unserer Gesellschaft dauerhaft anregen.

Zu sehen waren die Künstler-Portraits auf 1,50 m hohen Fahnen. Ergänzend zum ganz persönlichen Blicks auf sich selbst in Zeiten der „Systemrelevanz“ gab es eine Audioschleife mit persönlichen Kommentar zu dieser kontrovers diskutierten Frage. 

32 Künstler*innen des Verbundes zeigten sich in dieser einmaligen Installation und kamen zu Wort. Vom 9. – 11.10.2020  war dieses besondere Ausstellungsformat in der Kirche St Korbinian am Gotzinger Platz zu sehen. Kunst in Sendling bekam dabei Unterstützung von der Kirche, vom BA 6 und dem von Grünen und SPD initiierten „Sendlinger Sommer“ sowie von der Landeshauptstadt München, Kulturreferat.

Projekt: Fahneninstallation mit Audio Statements der Künstler*innen
Idee und Organisation der Umsetzung: Berit Opelt
Ton und Audioschleife: Christophe Schneider
Printmedien: Fred Krueger
Video-Doku Zusammensetzung: Elke Unkrig
Sprecherin zwischen den Statements: Verena Rendtorff